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Mundspülungen könnten Infektionsrisiko senken

Das Alltagsleben mit dem Coronavirus stellt uns im Winter vor erneut große Herausforderungen. Um das Risiko einer Ansteckung zu reduzieren, sind neben den bekannten AHA-Regeln, Abstand halten, Hygiene beachten und Alltagsmaske (Mund-Nasen-Bedeckung) tragen, auch andere Maßnahmen im Gespräch. Im Spätsommer diesen Jahres wurden Mundspülungen getestet, die das Corona-Übertragungsrisiko senken könnten.

Forscher untersuchen Wirkstoffe in Mundspülungen

So zeigt etwa eine Studie der Ruhr-Universität Bochum, dass SARS-CoV-2-Viren sich mit bestimmten handelsüblichen Mundspülungen inaktivieren lassen. Zu dem Ergebnis kamen Virologinnen und Virologen der Ruhr-Universität in Zellkulturexperimenten. Weitere Studien belegen die mögliche Wirkkraft von Mundspülungen, allerdings mit Einschränkungen: Nach zehn bis 15 Minuten dringt das Corona-Virus, das zuerst via Nase, Mund und Rachen in den Körper kommt, in die Schleimhaut ein. Dann ist es für eine Mundspülung vermutlich zu spät, begründen Wissenschaftler aus Rom.

Hohe Hygienestandards bei Zahnbehandlungen

Vor einer zahnärztlichen Untersuchen wird dem Patienten in der Regel eine antiseptische Mundspülungen zum Gurgeln gereicht. Damit wird das Übertragungsrisiko durch Begrenzung der Viruslast in Tröpfchen oder in Aerosolen, die bei zahnärztlichen Eingriffen entstehen, verringert. Zudem folgen die Zahnarztpraxen den hohen Hygienestandards, die vom Robert-Koch-Institut (RKI) empfohlen werden. Damit gilt der Besuch in einer Zahnarztpraxis als sehr sicher.

Das Ergebnis der Studie können Sie hier nachlesen:
https://academic.oup.com/jid/article/222/8/1289/5878067

Fotonachweis:AdobeStock#50936628

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